Montag, Februar 07, 2011

Was wirklich glücklich macht

Christiane Durer, eine Astrologin (http://www.astro-seiten.de/) beschreibt in einem interessanten Artikel mit dem Titel "Zwischen Mitternacht und Morgengrauen", die Fähigkeit glücklich zu sein. Und ja, es scheint sich tatsächlich um eine Fähigkeit zu handeln und nicht um äußere Umstände, die dazu führen glücklich zu sein.

Die Fähigkeit glücklich zu sein scheint nicht von irgendwelchen äußeren Faktoren abhängig zu sein. Es ist nicht das Auto, die Partnerschaft, die Beförderung und auch nicht der Erhalt, der momentanen, gesellschaftlichen oder finanziellen Situation. All dies kann sich ändern und wird sich ändern. Es handelt sich vielmehr um einen inneren Zustand, um eine innere Haltung, die mit der Akzeptanz des So-Sein einhergeht. Das Universum ist auf Wachstum und Entwicklung programmiert, was allerdings nicht bedeutet, dass Wohlstand in einem kleinen Teil der Welt erhalten bleibt, während in anderen Teilen Kriege und Hunger herrschen. Wachstum kann auch bedeuten zu erkennen, dass wir die anderen Teile sind. Dass es keinen Unterschied macht, ob ein Kind irgendwo in Afrika hungert oder dein eigenes, ob du deinen Job erhalten kannst, während andere ihren verlieren.


Zwischen Mitternacht und Morgengrauen

Im Nahen Osten weiten sich die Proteste, Demonstrationen und Gewalt aus. Der Westen schaut zu und wartet erst einmal ab. Bis 12.2. ist Mars Sonne wirksam, das ist die tödliche und aggressive Stimmung allerorts. Danach haben wir aber nicht etwa eine gewaltfreie Zeit. Im Gegenteil. Ab 21.3. läuft Mars Pluto im Realen, da geht es erst richtig los. Ich bekomme oft Post, da schreibt man mir, wie schön doch alles bald sein wird, ab dem 21.12.12 und friedlich und dann beginnt die 5. Dimension wo dann alle auf Wolke 7 schweben. Das kann man wirklich vergessen. Wer an diesem Mist glaubt, ist höchstens ein Opfer des von sehr weit oben verordneten New Age Dummquatschschwachsinns.

Oh ja, wir stehen am Beginn einer neuen Zeit, aber wer meint, die Umgestaltung sei nur für die Andern schwierig, und sie beziehe sich ausschließlich auf äußere d.h. politische und gesellschaftliche Umstände, der blendet selbstbetrügerisch aus, dass die Zeit gekommen ist, wo jeder sich tief im Innern verändern muss. Die Zeiten werden jetzt erst einmal für Jahre immer schwieriger. Das ist kein Grund zu verzweifeln. Ja, aber was ist denn dann der Sinn des Lebens werde ich oft gefragt. Seltsam, dass man sich das erst fragt, wenn man befürchtet, dass es bald nicht mehr so warm, kuschelig und bequem ist. Da müsste man ja direkt annehmen, der Sinn des Lebens sei es, die Dinge möglichst angenehm und nett zu haben. Was ist das für eine Anspruchshaltung, vom Schicksal alles genau so wie man es gerne hätte, mundgerecht serviert zu bekommen, gutes Geld zu verdienen, immer schön beim Universum kostenlos alles bestellen zu können ! Mit welchem Recht glaubt man, alles einfordern zu können.

Da sagte dann jemand zu mir Ja aber ich habe doch das Recht glücklich zu sein. Ja klar, du darfst jederzeit glücklich sein. Sei glücklich. Aber diese Person meinte in Wirklichkeit einen Anspruch darauf zu haben, dass für sie immer alles ganz toll und unkompliziert zu laufen hätte, und zwar genau so wie sie es sich vorstellte. Sie meinte, dass die Umstände entsprechend ihrer Vorstellung von ihrem persönlichen Glück zu sein hätten. Wenn ich ein eigenes Haus habe, bin ich glücklich, wenn ich einen Partner habe, eine Gucci-Uhr und eine Prada-Handtasche, dann bin ich glücklich, wenn ich einen Titel habe, Karriere mache, wenn ich ein Kind habe, dann dann ja dann bin ich glücklich. Wenn dieser Mann mich heiratet, dann bin ich glücklich. Und 10 Jahre später wenn ich von demselben Mann wieder geschieden bin, dann bin ich glücklich.

Derartige Ansprüche zeugen übrigens nicht von einem Fülledenken, wie viele meinen. Sie sind eher Ausdruck einer infantilen unbewussten Haltung, dass die Mama oder Gaja, die Mutter Erde und das ganze Universum einzig dazu da sind um den Anspruchsvollen alles überall reinzuschieben. Dann wird noch manifestiert und kreiert, doch leider klappt es nicht...

Mich fragte einmal jemand: Ich weiß, dass ich mein Leben selbst kreiere und deshalb verstehe ich gar nicht warum alles schief läuft. Ich denke positiv, und mache dies und das usw.
Das Kreieren und Manifestieren funktioniert eben so nicht. Man stelle sich mal vor, ein Birnbaum bemüht sich angestrengt, Pflaumen zu kreieren. Der geht ja schon vor lauter Anstrengung ein. Viele Menschen meinen aber, sie könnten alles erschaffen und mit Affirmationen positiv herbeizaubern, also herumsitzen und richtig wünschen, bestellen, kreieren, manifestieren wie der liebe Gott persönlich was sie sich gerade vorstellen und haben wollen.

Mit der genau gleichen Anspruchshaltung wird dann der 21.12.2012 erwartet. Dann kriegen die Esoteriker alle supertolle Fähigkeiten wie heilen und teleportieren, hellsehen und Wünsche im Handumdrehen manifestieren. Dann, so glauben viele, klappt endlich das, was heute noch nicht so gut funktioniert. Weil die Energie sich dann erhöht hat. Bis dahin bestellt man beim Universum Parkplätze, während der Rest der Welt in Hunger, Elend und Gewalt versinkt.

Da möchte ich mal genau die Esoteriker sehen, wenn sie selber zusammengeschlagen und verhaftet werden und jahraus, jahrein hungern und unterdrückt werden. In diesem Zusammenhang fällt mir Alexander Solschenizyn ein, der jahrelang im Arbeitslager war und dort sogar Bücher geschrieben hat. Er hatte weder Computer noch ein warmes Arbeitszimmer sondern er schrieb mit einem Bleistiftstumpf auf Toilettenpapier. Das schafft man nicht, wenn man mit einer „Ich habe Anspruch auf alles“ oder „Ich warte bis die 5. Dimension kommt“ Haltung herumläuft. Das schafft man vermutlich dann, wenn man mit der Haltung lebt, dass man das Beste und Schönste, das man fähig ist, in die Welt zu bringen, der Welt geben möchte. Heute.

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